· 

Aida Burbano von Misereor zu Gast bei Laudato Si

Unter diesem Motto findet in diesen Tagen die Fastenaktion 2024 von Misereor statt. Eines der aktuell im Fokus stehenden Projekte wird von Aida Burbano aus Kolumbien vorgestellt: Durch Mittel von Misereor wird eine Vernetzung, Schulung von Menschen in der Region verbessert um so eine Veränderung in der Landwirtschaft voranzubringen. Die Kleinbäuerinnen und -bauern stellen ihre Produktion auf eine biologische und nachhaltige Nutzung der Natur um. Die Qualität der Erzeugnisse wird dadurch besser, selbst wenn weniger produziert werden kann. Der wirtschaftliche Erfolg ist dennoch spürbar.

Adia Burbano hat selbst einen kleinen Betrieb auf 2ha Fläche zusammen mit ihrer Familie: Sie pflanzt Bohnen, Mais, Getreide und andere Pflanzen an, züchtet Meerschweinchen und Hühner zum Verkauf. Diese sind u.a. in Kolumbien und Peru gängiges Lebensmittel. Diese Vernetzung, die bereits zu unterschiedlichen Genossenschaften geführt hat, ermöglicht auch neue Absatzmärkte, einen intensiven Austausch von Saatgut, ökologischem Dünger, aber auch von Ideen und spirituellen Gedanken - das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Die Familien treffen sich, sprechen über berufliches und privates, organisieren und beten zusammen. Eine große Solidarität untereinander und der Gedanke an die Gemeinschaft, die alle trägt, waren für die Zuhörenden beeindruckend.  Alltägliche Herausforderungen werden so mit vielen Menschen angegangen. Anfangs wurden Sie von Nachbar auch belächelt für die "verrückten Veränderungen". Aber mittlerweile ist das Projekt anerkannt von vielen. Das Motto ohne Satzzeichen soll die Relevanz verdeutlichen: Auch wir sollten uns für die Bohnen interessieren, die weltweite Nahrungssituation und -produktion. 

Natürlich kennt sie auch das Schreiben von Papst Franziskus: Laudato Si. So konnten wir von unseren Bemühungen in der deutschen Gesellschaft und auch deutschen Kirche berichten. Das Leben in einer Gesellschaft, die von individueller Entfaltung geprägt ist, von Konsum beeinflusst wird, und manchmal eben auch von "verrückten Veränderungsgedanken". Die obligatorische Schöpfungsandacht, die jeden 3. Mittwoch im Monat in der Schlosskapelle gefeiert wird, hat ihr gut gefallen. Die Kraft für Veränderung durch einen spirituellen Zugang zu finden hat uns ebenso verbunden wie der Gedanke, dass nicht allein das Wort reicht, sondern dass Taten folgen müssen. Und oft ist der Anfang schon das Wichtigste sagte sie: Kleine und größeren Herausforderungen auf dem Weg kann man dann auch gemeinschaftlich besprechen. 

 

Weitere Informationen und einen kleinen Film zu Aida Burbano und der Misereor Fastenaktion 2024 finden Sie hier.

Einen kleinen Radiobeitrag der Ems-Vechte-Welle finden Sie hier.