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Klimafasten 2024 Woche drei: für Energie-Bewusstsein

Hach die liebe Energie... das kommt mir odch sehr bekannt vor: Sparen war vor mehr als einem Jahr ohnehin geboten im Zuge des Gasmangels wegen der Sanktionen gegen Russland und der damaligen Not wortwörtlich über den Winter zu kommen mit den eigenen Reserven. Da haben wir bei uns zuhause bereits den Kühlschrank auf 8 Grad gestellt und den Gefrierschrank auf -16, was die wärmste Einstellung ist. Heizung aus wo immer es gerade ging und zur Not eben eien Pullover und eine Decke. Und dann: Wir haben tatsächlich Geld zurückbekommen, weil wir weniger verbraucht haben als im Jahr davor. In unserem kleinen Haushalt sind wir nahezu gut auf dem Weg. Einzig die Tür vom Wohnzimmer in den Flur bleibt oft geöffnet (ich komme ständig drüber hinweg, die hinter mir zu schließen oder mindestens anzulehnen) - vielleicht bringt hier ein kleiner Türschließer was - das probiere ich mal aus die nächsten Tage. Der wichtigste Punkt ist vermutlich das Auto bzw. die Duschzeit und -temperatur. Ich habe drauf geachtet kürzer zu duschen. Mir fiel auf, dass es zwar in dem Moment eine Arzt Verzicht ist, aber im Grunde keine Auswirkungen auf mein Leben hat, ob es nun 10 oder nur 5 Minuten waren. Rechnerisch würde es aber bedeuten, 50% des Wasser- und Wärmeverbrauchs beim Duschen zu sparen und das klingt schon enorm. Eine wirklich blöde Angewohnheit ist das Zähneputzen unter der Dusche morgens. Das sind schon mal die ersten 2 Minuten eingespart - mit Zahnpasta draufdrücken und Mund und Zahnbürste spülen im Nachgang sind das schon mindestens 3. Ich putze nun im Anschluss die Zähne. 

 

Mir fällt insgesamt auf, dass ich den Gedanken "Energie sparen!" bewusster mit mir trage, schneller das ein oder andere Licht ausmache oder gar nicht erst einschalte. Ich glaube, in der letzten Woche lebte ich energieeffizienter. Nicht nur für mich und die Kosten gut, auch für das Klima und somit auch für die Bewahrung der Schöpfung.

 

Ein Gedanke war zudem noch dabei in dieser Woche: Was kostet mich selbst in meinem Leben eigentlich Energie, wo kann ich für mich Energie sparen?  Welche Umstände ziehen an meinen Kräften, kosten mich emotional etwas? Lohnt es sich nicht hier auch mal etwas auf energiesparen zu setzen? Weniger Konflikte, mehr Gelassenheit mit mir selbst,  früher ins Bett, ein Buch anstelle von Handy vorm Schlafen, etc...

Eine Frau in der Gemeinde in St. Johann sagte zu mir in der letzten Woche: Man kann sich über manches ja so richtig aufregen - eine Verpflichtung zum Aufregen gibt es allerdings nicht. Das hängt mir nach: Ich übe mich in Gelassenheit bei Dingen und Menschen, die ich nicht verändern kann. Das hilft vor allem meiner Energie - und das ist schon im gleichen Moment spürbar - also vielleicht greifbarer als die wärmere Temperatur des Kühlschranks oder die Rückerstattung von e.on am Jahresende.